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Wettbewerb GWG Ebelsberg 3.Platz

Wettbewerb GWG Ebelsberg 3.Platz

09. Juli '14

Verfasser: Lassy
Kategorie: News

Entwurfsidee SCHLOSS-QUARTIER Ebelsberg
Die städtebauliche Strukturierung des Entwurfs leitet sich von der ortsbildprägende Charakteristik der heterogenen verwinkelten Baustruktur sowie seiner prägenden nicht-linearen Abfolge von Häuserfronten mit den typisch unterschiedlichen Fassadengestaltungen ab.

Die vorgefundene Baulücke füllt ein in die Tiefe des Grundstückes entwickelter Baukörper und ein die verbleibende Lücke überspannender Baukörper aus. Im EG erweitert sich die Fußgängerzone großzügig in den Innenhof der nordöstlich durch einen abgewinkelten Wohntrakt gefasst wird. Die Erdgeschosszone des westlich flankierenden Neubaues mit Geschäftsnutzung führt vom Straßenraum hinein in den beruhigten Hof und erstreckt sich bis unter die Wohnebenen des nördlichen Wohntraktes. Die quartierstypische Charakteristik wird durch kleinteiliger Strukturierung und zeitgemäßer Ausformulierung der Neubauten fortgeschrieben und somit eine harmonische Einfügung und klare Identifikation mit dem Ort sicherstellt. Die Abfahrt zur Tiefgarage positioniert sich zwischen der östlichen Nachbarbebauung und der Erschließung der straßenseitigen Bebauung welche auch die in der Tiefgarage ausgewiesenen Kundenparkplätze barrierefrei zugänglich!

Freiraum | Oberfläche | Sockelzone | Nutzungsszenarien
Der Entwurf greift den Gedanken auf, einen Platz für Bewohner und Anrainer zu schaffen und einen Zentralen Ort für das Quartier anzubieten. Der Innenhof wird autofrei, begrünt, möbliert, befestigt und als Spielplatz entwickelt. Die Multifunktionalität ermöglicht eine Vielzahl an Bespielungen, die ein breites Angebot für unterschiedliche Alters und Interessengruppen zur Verfügung stellt. Die vielfältigen Nutzungen werden durch die Zonierung der Oberflächengestaltung visualisiert und gegliedert. Von Westen nach Osten wird der Belag im Hof aufgelöst. Im Mittelpunkt des Platzes wechselt die Oberflächengestaltung zwischen befestigten Flächen und Grünflächen und nimmt das charakteristisch lineare Gestaltungselement in der Möblierung auf.

Das Streifen-Wechselspiel nimmt Bezug auf die Fassadengestaltung des schwebenden Baukörpers an der Straßenfront. Die Längsorientierung wirkt als visuelle Spange zwischen der Außenwirkung des Quartiers und der Innenwirkung. Durch die angedachte optische Erweiterung der Streifen über den Straßenraum hinaus bis zu dem gegenüberliegenden Platz, sollen Anrainer und Flaneure - im Sinne eines visuellen Leitsystems - in den Innenhof gezogen werden.

Vom Straßenraum zieht sich die Geschäftsfläche in den Innenbereich. Die Flächen sind offen gestaltet und lassen eine variable Nutzung von kleinen bis großen Einheiten zu. Für die Sockelzone des rückwärts liegenden Baukörpers wird optional die Nutzung für Künstlerwohnateliers vorgeschlagen. Hofseitig kann durch die Glasfronten in der Sockelzone vom Innenhof Einblick in die Werkstätten und Ateliers genommen werden. In Verbindung mit einer Kaffeehausnutzung im Straßen- und Innenbereich, kann sich ein Künstlerhof mit Spiel- und Erholungsflächen zu einem Nukleus für den Stadtteil entwickeln.

Fassadengestaltung
Dem beschriebenen Entwurfsleitgedanken der charakteristischen Ortsansicht folgend, gliedert sich die straßenseitige Fassadengestaltung in zwei eigenständige Objekte Einen schwebenden und einen liegenden Baukörper Die vorgelagerte Fassadenhaut aus Metallfaltläden schafft eine Pufferzone zwischen Wohn- und Straßenraum, hebt den schwebenden Körper klar vom Nachbargebäude ab, nimmt mit seiner Gliederung Bezug auf die benachbarte Traufenhöhe, entschleunigt und akzentuiert optisch den Straßenraum und weist als Öffnung zu dem dahinterliegenden Quartiersplatz. Die rückwertssituierten Wohnbaukörper mit Lochfassade und vorgelagerten Balkonen werden mit ihrer unterschiedlichen Farbgebung als Summe einzelner Baukörper wahrgenommen.

Energiekonzept | Wirtschaftlichkeit
Kompakte Wohnbaukörper mit vorgesetzten Balkonen ermöglichen die Einhaltung der geforderten Wirtschaftlichkeitskriterien und eine angestrebte Energiekennzahl unter der Förderrichtlinie.

Schlagworte

Wettbewerb GWG Ebelsberg Wohnbau
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